Ist Theater für Kinder und Jugendliche heute überhaupt noch interessant?
Zweidimensionale Bilderwelten prägen die Wirklichkeit von jungen Menschen, ob im Kino, als DVD oder Computerspiel. Und Theater? Das kann man sich nicht nach Hause holen, zu jeder beliebigen Zeit konsumieren, vorspulen, stoppen,ausmachen. Da muss man hingehen und es dann auch die ganze Spielzeit aushalten. Und nicht mal Popcorn gibt es. Lohnt sich das?
Beantworten kann man diese Frage erst, wenn man Theater erlebt hat, wenn man von möglichst
klein an mit den Eltern Theatererlebnisse sammelt, mit der Schule Vorstellungen besucht
und so lernt, mit Theatersprachen umzugehen. Auch Bücherlesen und Filmeschauen muss eingeübt werden, nichts gefällt einfach auf Anhieb. Und bei Theater ist das ganz genauso. Der Hunger kommt mit dem Essen. Und von daher freuen wir uns, dieses Jahr im Rahmen von SPOT wieder viel Appetit machen zu können auf Theatererlebnisse, darauf, dass der Theaterhunger beim grossen und kleinen Publikum wächst und nicht zuletzt auch bei den professionell Theaterschaffenden die Lust auf qualifizierte Auseinandersetzung und Disput. Theater bleibt gerade weil es in Gemeinschaft in einem öffentlichen Raum erlebt wird, mit realen Menschen auf der Bühne, ein unvergleichliches Erlebnis.
Zusammen mit dem SPOT-Kuratorium, der astej-Geschäftsstelle, dem Verband für Theaterpädagogik Schweiz und den Basler Partnern vor Ort – junges theater basel, Kaserne Basel, TheaterFalle Basel, Theater Basel, Vorstadttheater Basel – haben wir engagiert ein ebensolches Programm zusammengestellt.
Ein Herzlicher Dank dafür an alle Beteiligten und allen viel Spass im Theater!
Annette Rommel
Präsidentin astej, Geschäftsleiterin Vorstadttheater Basel
Irène Howald
Geschäftsleiterin astej, Leitung Festival SPOT 2010